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Unterbrechungen reduzieren – für mehr Konzentration und Arbeitsqualität.

  • Wie Sie das Stopp-and-Go-Arbeiten unterbinden und
  • sich störungsfreie Zonen schaffen.

„Ich müsste mir mal ein dickeres Fell anschaffen“ haben Sie sich schon oft gedacht und sich mit Ihren Kollegen verglichen. Manche bleiben ruhig, auch wenn ringsum buchstäblich „der Bär“ steppt. Es ist bewundernswert! Andere sind scheinbar immer gut gelaunt, egal wie häufig sie unterbrochen werden.

Wie machen die anderen das nur?

Sie dagegen sehnen sich nach Ruhe. Die Welt ist doch wirklich prall gefüllt, finden Sie. Oft wissen Sie mehr als Sie wissen wollen: Gute oder schlechte Stimmung im Team – Sie spüren es vor allen anderen. Der Kollege nebenan hat Kummer zu Hause. Die Single-Kollegin vom übernächsten Tisch kommt erschöpft aus dem Wochenende, das sie mit sich alleine verbracht hat. Sie lächelt aber tapfer. Überall stürmen Eindrücke und Bilder auf Sie ein. Ihre Sinne stehen auf Empfang: Ein lautes Gespräch am Nachbartisch brauchen Sie nicht auch noch. Das lenkt Sie vollends ab.

Vielleicht gehören Sie zu den Menschen, die Reize stärker wahrnehmen und diese in besonderer Weise verarbeiten. Ihre Empfindung ist stark ausgebildet.

Dies ist eine Qualität!

Stehen Sie dazu und vergleichen sich nicht mehr mit anderen, sondern kümmern sich jetzt darum, dass Sie mehr zur Ruhe kommen.

Schluss mit Stopp and Go

Je öfter wir „Stopp and Go“ arbeiten, desto mehr verschwenden wir Kraft, Zeit und Konzentration. Was nervt Sie am meisten?

Ist es das Telefon?

Klären Sie mit Ihren Kollegen, ob Sie das Telefon für eine Stunde umstellen können. Genießen Sie die Zeit, in der Sie konzentriert arbeiten können und schneller zu besseren Ergebnissen kommen. Anschließend kümmern Sie sich um die Rückrufe.

Wenn dies nicht möglich ist, kommt eventuell der Anrufbeantworter als Alternative in Frage. Ab und an aktiviert sorgt er dafür, dass der Anrufer nicht ins Leere klingelt, sondern seine Nachricht „los wird“. Zugleich können Sie sich auf das konzentrieren, was Sie sich vorgenommen haben.

Ihre Kollegen wollen ständig etwas von Ihnen?

Natürlich fühlen wir uns geschmeichelt, wenn wir gefragt werden. Nur irgendwann ist das Maß voll – spätestens dann, wenn wir für die anderen da sind, die eigene Arbeit jedoch nicht mehr schaffen, abends (mal wieder) eine Stunde anhängen und die Kinder nicht mehr zum Abendbrot sehen …

Alles ist furchtbar eilig und dringend?

Die Kollegin steht am Schreibtisch und will eine Antwort haben – und zwar jetzt.

Wenn Sie ihr die Bitte nicht sofort erfüllen können, fragen Sie, bis wann sie die Antwort braucht. Oder Sie bieten ihr an: „Bis morgen um 10 Uhr kann ich Dir das vorbereiten“. Und wenn das auch nicht hilft, können Sie vielleicht an einen anderen Kollegen verweisen.

Mein Tipp für Sie: Lassen Sie sich nicht von der Hektik anstecken, wenn Sie gefragt werden: „Können Sie mal schnell?“ Atmen Sie einmal tief durch und entscheiden bewusst, wie Sie mit der Situation umgehen wollen. Es bedeutet einen großen Schritt nach vorne, sich das überhaupt klar zu machen.

Vier Ideen für „Bitte nicht stören“-Zonen

Ein fixer Termin

Führen Sie einen Jour Fixe für Rücksprachen ein und informieren Sie Ihre Kollegen darüber. Im Kalender tragen Sie diesen als Serien-Termin ein, stellen Ihr Telefon um und besprechen die Themen gebündelt.

Ein Signal setzen
In manchen Großraumbüros setzen sich Einzelne Kopfhörer auf. Für die Kollegen ist dies ein Zeichen mit Signalwirkung: „Ich brauche jetzt meine Ruhe!“ Alternativen sind Stopp-Schilder auf dem PC oder ein Stofftier.

Den Raum wechseln

Vielleicht gibt es in Ihrem Büro eine Tür, die Sie schließen können. Oder einen Besprechungsraum, den Sie buchen wollen?

Im Homeoffice arbeiten

Haben Sie schon einmal an einen Tag im Homeoffice gedacht, um in Ruhe zu arbeiten? Verschaffen Sie sich Klarheit, ob Sie sich das vorstellen können und sprechen mit Ihrer Führungskraft.

Welche Variante Sie auch wählen, das Neue ist erst einmal ungewohnt. Bleiben Sie dennoch am Ball und sich treu – auf Ihrem Weg zu mehr Ruhe.